„Sense what matters, spüre was wichtig ist“ so das Motto des jungen Medtech-Unternehmens CubileHealth. Nach 3 Jahren Entwicklung konnte, dank Cemit und dem Netzwerk von Bernhard Hofer,

der Kontakt zum Schweizer Startup Investor Martin Global hergestellt werden.

“Martin Global investiert in aufstrebende Unternehmen, bei welchen ein motiviertes Team Lösungen realisiert, die sich als Gamechanger etablieren werden und gleichzeitig ein hohes Wachstumspotential haben.” erklärt Peter Koch, Geschäftsführer der Martin Global.

Die beiden Gründer Johannes Hilbe und Karl Fritscher haben ein Sensorsystem entwickelt, welches berührungsfrei, kontinuierlich Atem und Herzfrequenz in medizinischer Qualität erfasst. So können im Liegen oder Sitzen biometrische Daten automatisch in Sekundenschnelle erfasst und übertragen werden, ohne dass sich die betreffende Person verkabeln. Den Wissenschaftlern ist es dabei gelungen, die mechanische Aktivität des Herzens bzw. der Lunge über ein sehr sensibles Sensorsystem sichtbar zu machen. Im Weiteren enthält die eigentliche Sensorik keine elektronischen oder metallischen Bestandteile.

Aber wozu das alles?

„Die Möglichkeiten sind nahezu unendlich“, so Dr. Johannes Hilbe, einer der beiden Gründer. Im medizinischen Bereich, als integrierter Bestandteil einer Behandlungsliege für Notfallambulanzen oder im Krankenbett auf Stationen lassen sich Vitalparameter eines Patienten schnell und unkompliziert erfassen. Durch den Verzicht auf metallische Komponenten ist das Cubile-System auch für Untersuchungen mittels Computertomographie oder der Magnetresonanz geeignet.

DDr. Karl Fritscher, Mitgründer und selbst Mediziner fügt hinzu: „Neben diesen Überwachungsmöglichkeiten eröffnet das System prinzipiell aber auch für die Diagnostik und das Screening kardialer Erkrankungen neue Wege“. Da das EKG nur die elektrische Reizleitung, quasi den „Zündungsvorgang“ messen und interpretieren kann, wäre Cubile eine logische Ergänzung, da es direkt die Bewegung des Herzens erfasst.

Gleichzeitig entsteht dadurch jedoch keine zusätzliche Arbeitsbelastung für das medizinische Personal. So können kardiovaskuläre Risikosituationen ohne große Aufwände erfasst und mittels unterschiedlicher von Cubile generierter Alarme frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden. Auch im Bereich der Atmung können gefährliche Situationen wie obstruktive und zentrale Apnoe automatisch erkannt werden und Therapien deshalb besser und früher individuell angepasst werden.

Schlussendlich kann mittels Cubile auch Schlaf und Schmerzmedikation individuell an die jeweilige Person angepasst werden und anhand der Daten auf Wirksamkeit und Dosisanpassung überprüft werden.

Durch die einfache Handhabung der Messmethode ist der Einsatz zur Überwachung der Gesundheit auch zu Hause möglich. So kann auch eine Überwachung von Säuglingen mit dem Risiko eines plötzlichen Kindstods (SIDS) mittels Cubile realisiert werden. Dabei muss auch hier der Säugling nicht mittels Kabel an einen Monitor angeschlossen werden, sondern das System aktiviert sich automatisch, sobald das Baby im Bett ist. Cubile sendet daraufhin kontinuierlich Daten an ein Handy App. Tritt nun eine gefährliche Situation ein, wird umgehend ein Alarm ans Handy gesendet. Die Eltern sind dadurch in der Lage sehr zeitnah zu reagieren.

Aber auch pflegende Angehörige, welche in der Regel großen Belastungen ausgesetzt sind, können von Cubile profitieren. Sie werden verlässlich über ein App informiert, wenn beispielweise die pflegebedürftige Person erwacht oder das Bett verlässt. So kann einem drohenden -oft aus Überlastung resultierenden Pflegeheimeintritt entgegengewirkt werden. Pflegende Angehörige können wieder vermehrt soziale Aktivitäten genießen, ohne permanent unter Stress zu stehen und befürchten zu müssen, dass etwas Unvorhergesehenes passieren könnte.

Neben dem Einsatz im medizinischen und privaten Bereich können auch Wellnesshotels für ihre Kunden einen Mehrwert generieren, und den Erholungswert anhand schlafrelevanter Daten, welche ebenfalls mittels Cubile erhoben werden können, den Gästen zur Verfügung stellen.

Für Beförderungsdienstleister wie Airlines, Eisenbahngesellschaften oder Busunternehmen ist es extrem wichtig, dass die verantwortliche, das Fahrzeug steuernde Person gesund ist, da ein potentieller Unfall enorme Konsequenzen für die Passagiere und das Unternehmen haben kann. Auch hier kann Cubile integriert und damit unsichtbar im Sessel, Daten und Veränderungen des Gesundheitszustands registrieren und weiterleiten. Diese vielzähligen innovativen Möglichkeiten des Innsbrucker Startups berzeugten schließlich auch einen Investor. „Unser Team hat eine einzigartige Sensorplattform, die das Potential hat einige Bereiche des Gesundheits-Monitorings grundlegend zu verändern. Mit Martin Global als kompetentem und finanzkräftigem Partner können wir die Entwicklung weiter vorantreiben um das System sobald wie möglich unseren Kunden zur Verfügung stellen zu können“, sagt Karl Fritscher CEO und Mitgründer von Cubile.

v.l.n.r.: Peter Koch, Karl Fritscher, Johannes Hilbe und Bernhard Hofer