APP III

Projektleitung:                        Univ.-Prof. Dr.med. Lukas Alfons Huber
Institutionen:                          Sektion f. Zellbiologie; Med. Univ. Innsbruck
CeMM - Forschungszentrums für Molekulare Medizin GmbH
Österreichische Akademie der Wissenschaften

Phase:                                   GEN-AU III
Laufzeit:                                01.04.2009 bis 31.03.2012
Budget:                                  1.350.000 Euro

Das Proteom, also die Gesamtheit der Proteine in einem Organismus bzw. einer Zelle, ist ständigen dynamischen Veränderungen unterworfen, die essenziell für das Verständnis von Entwicklungsvorgängen und Krankheiten sind.

Die APP III kann auf den bereits erzielten technischen Leistungen und der gewonnenen Expertise aus Chemie und Biologie aufbauen und entwickelt schrittweise neue Forschungsmethoden.

 

ZUSAMMENFASSUNG


Im Gegensatz zum Genom, welches in jeder Zelle eines Organismus dieselbe Information trägt, ist das Proteom andauernden dynamischen Veränderungen unterworfen. Das Proteom reflektiert daher den physiologischen oder pathologischen Zustand einer Zelle, eines Gewebes, oder eines gesamten Organismus zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt unter ganz bestimmten Bedingungen. Durch Proteomuntersuchungen unter exakt definierten Bedingungen erhoffen sich die Grundlagenforscher metabolische Netzwerke, Netzwerke der Signaltransduktion und physiologische als auch pathologische Zustände besser verstehen zu lernen. Proteomforschung entwickelt sich nun von einer rein deskriptiven Wissenschaft hin zur quantitativen Erfassung und Interpretation biologischer Systeme (Systembiologie).

Aus diesem Grund haben sich auch österreichische Grundlagenforscher zu einem solchen Netzwerk zusammengeschlossen und die "Österreichische Proteomics Plattform (APP)" gegründet.

Die APP befindet sich jetzt in der dritten Antragsperiode.

Die APP-III Forscherteams fokussieren sich in einem 3-Jahresprogramm dabei auf bestimmte biologische oder technische Probleme, wo die bereits verfügbare Expertise einen kompetitiven Vorteil, im direkten Vergleich zum internationalen Standard, erwarten lässt, wie z.B. durch eine effiziente qualitative und quantitative Analyse verschiedener Proteome, Protein Wechselwirkungen und Interaktion mit chemischen Substanzen (z.B. Medikamente), routinemässige Erfassung so genannter post-translationaler Modifikationen in Proteinen und eine effiziente und standardisierte Erfassung, Archivierung, Austausch und Integration dieser Daten.

In der dritten Antragsperiode baut die APP-III auf den bereits erzielten technischen Leistungen auf und wird schrittweise neue analytische und quantitative Methoden entwickeln, basierend auf der ausgewiesenen Expertise in Chemie und der Biologie von Krankheits-relevanten intrazellulären Signaltransduktions-Kaskaden.