Projekt ProAct

Proaktive Unterstützung von Behandlungs- und Geschäftsprozessen in Gesundheitsorganisationen durch den Einsatz neuer Technologien



Im Rahmen der ersten Projektphase (März 2005 - Februar 2006) wurden vom Forschungspartner ITH icoserve technology for healthcare GmbH im Rahmen des Projektes ProAct Möglichkeiten des Einsatzes der RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) zur Verbesserung des Risikomanagements am Landeskrankenhaus Innsbruck evaluiert.

Das Hauptziel der Phase 1 war es, die Patientensicherheit durch ein berührungslos im Hintergrund arbeitendes System – Sicherheitsnetz – zu erhöhen:


Im Rahmen eines Pilotsystems im Zentral OP Bereich der Universitätskliniken Innsbruck konnte bereits jetzt das weltweit erste midrange RFID-System im OP-Bereich realisiert werden. Das derzeit im Pilotbetrieb befindliche System wertet Signale von RFID-Tags - kleinen, am Arm von PatientInnen angebrachten Sendern - aus und alarmiert bei kritischen Vorfällen im OP-Bereich die OP-Koordinatoren.
Es handelt sich um das weltweit erste RFID-System im kritischen OP-Umfeld, welches unbemerkt im Hintergrund funktioniert und nur bei kritischen Ereignissen Handlungen durch das Personal benötigt. Das System wurde als zusätzliches Sicherheits- und Informationsnetz so konzipiert, dass das Personal im OP-Bereich durch Zusatzaufgaben so wenig wie möglich belastet wird und spezifische menschliche Fehler wie die Verwechslung des OP-Patienten, der OP-Art oder der OP-Seite weitestgehend ausgeschlossen werden können.


Technisch besonders herausfordernd war die Realisierung der notwendigen Lesereichweite von mehr als einem Meter sowie die Auswahl eines RFID-Systems, welches sowohl in unmittelbarer Nähe von Flüssigkeiten (den Körperflüssigkeiten der behandelten Personen) als auch von Metallen (Betten, Liegen, Türen, Geräte) zuverlässig funktioniert.



ProAct II - Nutzung weiterer Potentiale neuer Technologien - RFID & Co

Das wesentliche Ziel der zweiten Projektphase (März 2006 - Februar 2009) von ProAct ist die Nutzung von Potenzialen neuer Technologien RFID (Radio Frequency Identification), Sensornetzwerken, etc.  im Gesundheitswesen voran zu treiben.
Wichtig dabei ist es, eine Potentialabschätzung durchzuführen und durch Machbarkeitsstudien und Vorgehensmodelle Implementierungsmethoden zu konzipieren und zu überprüfen. Dazu werden:

Potenziale auf Basis vorhandener Technologien identifiziert und evaluiert
Machbarkeitsstudien erstellt
Möglichkeiten der organisatorischen Einbindung in die Prozess-/Business Logiken von Gesundheitsorganisationen
entwickelt
Vorgehensmodelle für die Implementierung in die komplexen Strukturen bestehender IT-Systeme – Legacy Systeme
– konzipiert


Wirtschaftlichkeitsbetrachtung (WiBe)

Der breite Einsatz von Echtzeitlokalisierung in Gesundheitsorganisationen ist mit großen Investitionen und organisatorischen Veränderungen verbunden. Der Erfolg der Technologien hängt sehr stark von den Investitionsentscheidungen des Managements in Gesundheitsorganisationen ab, welches diese nur auf Basis fundierter Entscheidungsgrundlagen trifft. Ein wesentliches Ziel ist daher die Entwicklung einer Methode zur Abschätzung von Nutzen und Wirtschaftlichkeit von Anwendungsszenarien – WiBe – auf Basis dieser neuen Technologien. Beurteilt und bewertet werden monetäre (z.B. Investitionskosten) als auch nichtmonetäre (z.B. Beitrag zur Patientensicherheit) Nutzen und Aufwände.


Demonstratorprojekte ProAct2

Zu Erfolg versprechenden Potenzialen werden Pilotprojekte konzipiert und in einem oder mehreren Gesundheitsorganisationen umgesetzt. Diese Piloten stellen sowohl „Proof of Concepts“ als auch wichtige Referenzen für die Vermarktung der Ergebnisse dar.

Folgende Demonstratorprojekte sind in Planung bzw. werden konzipiert:

Ambulanz Management / Patient Tracking
Asset Management (Facility Management)
Objektschutz
Kontext Steuerung von verschiedenen IT-Anwendungen

Gemeinsam mit den Projekten eInclusion und In-Patient, Home & Mobile Monitoring wid somit im Rahmen des Moduls planning & monitoring for health die Entwicklung neuer Technologien als auch die Schaffung von organisatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen um deren Umsetzung und Marktreife vorangetrieben.

Subpartner Links

 

Kontakt
ITH icoserve technology for healthcare GmbH
Projektleiter: Andreas Gereke

Innrain 98
A-6020 Innsbruck

Tel +43 (0) 50 86 48-4524
Fax +43 (0) 50 86 48-4539
www.ith-icoserve.com
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