Forschungsschwerpunkte
Moderne Technik ist bei der Diagnose und Therapie von Krankheiten nicht mehr wegzudenken. Den zukünftigen Anforderungen dafür kann nur durch umfassende medizinische Forschung und Entwicklung entsprochen werden.
Innsbruck besitzt neben ausgezeichneten Universitäten auch eine reiche Unternehmenslandschaft, die Forschung und Entwicklung in medizinischen und medizintechnologischen Bereich betreibt. Das KMT Programm bündelt und koordiniert derzeit zehn Unternehmen und Forschungsgruppen in einem K_ind/K_net Programm mit den Schwerpunkten Bioanalytik, Implantattechnik und Zelltherapie.
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Die Bioanalytik generiert wichtige Informationen für die Medizin, Pharmazie und Biologie. Durch die Analyse und Quantifizierung bestimmter Moleküle in Flüssigkeiten, Gasen oder Suspensaten können z.B. detaillierte medizinische Diagnosen erstellt werden, die bei der Früherkennung pathologischer Zustände hilfreich sind.
Für die Pharmaindustrie bringt die Bioanalytik wichtige Informationen für die Entwicklung von Medikamenten, biologische Prozesse wiederum können mittels Bioanalytik sensibler gesteuert werden. Vor allem in Kombination mit Datenbanken und Bioinformatik führt die Bioanalytik zur Qualitätssteigerung in der Entwicklung von Diagnose- und Therapieverfahren.
Die KMT-Partner entwickeln analytische und diagnostische Verfahren mit Hilfe chemischer und physikalischer Trennsysteme, sowie mit Hilfe von Nachweismethoden der Proteomics-Technologie. In Kooperation mit der privaten Universität UMIT in Hall in Tirol werden die Analysemethoden auch mit modernsten Software-Tools verknüpft.
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Die Implantattechnik versucht hohe technische Entwicklungen biokompartibel umzusetzen und trägt so zur Effizienzsteigerung in der Medizin und zu verbesserter Lebensqualität betroffener Patienten bei. Durch die frühzeitige Einbindung der Anwender (Klinik, Ärzte/Ärztinnen, Therapeuten/Therapeutinnen) können Entwicklungen schnell und kosteneffizient umgesetzt werden.
Beim KMT Programm sind sowohl hochentwickelte elektrotechnische Elemente Gegenstand der Forschungs- und Entwicklungsarbeit, wie z.B. die Entwicklung von Stimulationssystemen zur neuromuskulären Reaktivierung, ebenso wird der Problematik der Fibrosebildungen aufgrund von Silikon- und anderen Implantaten auf den Grund gegangen.
Unter Zelltherapie versteht man die Übertragung von körpereigenen oder körperfremden Zellen zur Behandlung verschiedener Erkrankungen, wie Krebserkrankungen oder Organ-Dysfunktionen, dadurch werden neue Wege für Behandlungen von Erkrankungen eröffnet, für die es bisher keine effektiven Therapien gab.
Im KMT Programm werden mithilfe von Zellen des Immunsystems Krebsimpfungen gegen das Nierenzellkarzinom und gegen den schwarzen Hautkrebs entwickelt, die potentiell auch auf viele andere Krebsarten ausgedehnt werden können. Typ I‑Diabetiker könnten in Zukunft durch die gezielte Vermehrung und Differenzierung von Insulin-bildenden Zellen ganz oder teilweise geheilt werden, auch an einer Zelltherapie mit Schwann Zellen und Myoblasten zur Behandlung neuromuskulärer Störungen wie Inkontinenz wird geforscht.