KIRAS - dnatox

Projektkoordinator: Medizinische Universität Innsbruck, Institut für Gerichtliche Medizin (GMI): 
Ansprechperson: Prof. Dr. Richard Scheithauer

Projektpartner:
• IPLEXX IT Solutions KG (IPLEXX)
• CEMIT – Center of Excellence in Medicine and IT GmbH (CEMIT)
• Umweltbundesamt GmbH (UBA)
• Bundesministerium für Inneres, Bundeskriminalamt (BMI)

Projektlaufzeit: 01.01.2008 – 31.12.2009
Projektvolumen: 344.910 Euro

Infrastrukturen wie beispielsweise die Wasserversorgung übernehmen in unseren Gesellschaften die Funktion von Lebensadern und machen sie angreifbar durch terroristische Anschläge und kriminelle Handlungen. Auch Unfälle und natürliche Ereignisse können kritische Infrastrukturen beschädigen und katastrophale Auswirkungen haben. Die Reduzierung dieses Risikos und der Schutz der Bevölkerung vor dieser Bedrohung erfordern daher die besondere Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden.


Das Österreichische Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS – eine Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) - unterstützt nationale Forschungsvorhaben, deren Ergebnisse dazu beitragen, die Sicherheit für alle Mitglieder der Gesellschaft zu erhöhen. Das Projekt "dnatox - Die Kopplung der Flüssigkeitschromatographie mit der Massenspektrometrie als Werkzeug für die Toxin- und DNA-Analytik" wurde in der zweiten Programmlinie "Kooperative F&E-Projekte" durchgeführt.

Das KIRAS-Projekt „dnatox“ leistete einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung von Analyse-Verfahren bei der wissenschaftlichen Untersuchung von Giften in Flüssigkeiten und DNA-Spuren.

Während einer Projektlaufzeit von zwei Jahren wurden neue Methoden entwickelt, die auf der Kopplung der Flüssigkeitschromatographie mit der Massenspektrometrie (LC-MS) basieren. Sie dienen einerseits zur raschen und sicheren Identifizierung von Toxinen in Flüssigkeiten und andererseits zur verbesserten  Identifizierung von tatverdächtigen Personen mittels DNA-Profilen.Mit den im Rahmen von „dnatox“ etablierten Verfahren können nun Fragmente von individuell sehr verschiedenen DNA-Regionen nicht nur durch Unterschiede in der Länge sondern auch durch Unterschiede in der Zusammensetzung erkannt werden. Für die Analyse von Giftstoffen ist es gelungen, eine intelligente und robuste Referenzdatenbank für LC-MS-Analyse-Spektren aufzubauen. Auch wurde  die Technologie soweitoptimiert, dass sie, als Ergänzung zu herkömmlichen Methoden, das Spektrum identifizierbarer Gefahrstoffe beträchtlich erweitert.